Wer eine Immobilie kaufen oder bauen möchte, steht früher oder später vor der Frage: Welcher Immobilienkredit passt zu mir? Die meisten wissen, dass es „irgendetwas mit Zinsen und Raten“ ist – aber die Unterschiede zwischen den Darlehensarten sind oft nicht klar. In diesem Beitrag gebe ich Ihnen einen verständlichen Überblick über die wichtigsten Varianten und zeige, für wen welche Form besonders interessant sein kann.
Das Annuitätendarlehen ist der Standard bei der Immobilienfinanzierung. Sie zahlen jeden Monat eine gleichbleibende Rate, die sich aus Zins und Tilgung zusammensetzt.
Zu Beginn besteht die Rate überwiegend aus Zinsen, im Laufe der Jahre steigt der Tilgungsanteil. So wird Ihre Restschuld Schritt für Schritt kleiner – bei stabiler Monatsbelastung.
Vorteile:
Für die meisten Käufer ist das Annuitätendarlehen die Basis ihrer Finanzierung.
Beim variablen Darlehen ist der Zinssatz nicht über viele Jahre festgeschrieben, sondern wird regelmäßig (z. B. alle drei Monate) an einen Referenzzins angepasst.
Das kann sinnvoll sein, wenn Sie:
Aber: Steigen die Zinsen, steigt auch Ihre Monatsrate. Diese Variante erfordert also eine gewisse Risikobereitschaft und finanzielle Puffer.
Beim endfälligen Darlehen zahlen Sie während der Laufzeit nur Zinsen. Die eigentliche Rückzahlung der gesamten Darlehenssumme erfolgt am Ende – häufig über einen separaten Sparvertrag oder eine Lebensversicherung.
Das kann z. B. für Kapitalanleger interessant sein, die:
Für Eigennutzer ist diese Form dagegen oft weniger geeignet, weil die Schulden lange hoch bleiben und viel Disziplin im Vermögensaufbau nötig ist.
Das Bauspardarlehen besteht meist aus zwei Bausteinen:
Der große Vorteil: Sie kennen den Zinssatz für das spätere Darlehen im Voraus und können langfristig planen.
Bauspardarlehen eignen sich zum Beispiel für:
Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) bietet spezielle Förderdarlehen, etwa für:
Diese Kredite zeichnen sich häufig durch günstigere Zinsen und teilweise tilgungsfreie Anlaufjahre aus. In vielen Finanzierungen laufen KfW-Darlehen als Ergänzung zum klassischen Bankdarlehen. Im Rahmen einer Finanzierungsberatung prüfe ich, ob und welche KfW-Programme für Ihr Vorhaben in Frage kommen und wie sie sinnvoll eingebunden werden können.
Wenn Ihre aktuelle Zinsbindung in einigen Jahren ausläuft und Sie ein steigendes Zinsniveau befürchten, kann ein Forward-Darlehen interessant sein.
Damit sichern Sie sich heute einen Zinssatz für die Anschlussfinanzierung in der Zukunft. Die Bank berechnet dafür einen Aufschlag, im Gegenzug gewinnen Sie Zinssicherheit.
Das lohnt sich vor allem dann, wenn:
Welche Darlehensart passt zu Ihnen?
Die „beste“ Darlehensart gibt es nicht – es gibt nur die, die am besten zu Ihrer Lebenssituation, Ihrem Sicherheitsbedürfnis und Ihren Plänen passt. Oft ist eine Kombination aus mehreren Bausteinen sinnvoll, zum Beispiel:
Gerne unterstütze ich Sie dabei, die verschiedenen Möglichkeiten zu prüfen, Vor- und Nachteile verständlich abzuwägen und eine Finanzierung zu gestalten, die zu Ihnen – und zu Ihrer Immobilie – wirklich passt. Dafür empfehle ich Ihnen gerne Finanzierer aus meinem langjährigen Netzwerk.
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